1 Raum
3 Konzepte
Drei Welten nebeneinander
Das lediglich 8 qm kleine Bad mit dem flachen Seitenfenster und dem Pultdach findet sich in mehreren Nachbarhäusern mit den immer gleichen weißen Fliesen und verchromten Armaturen wieder. VorOrt durfte drei dieser Räume für völlig verschiedene Menschen in individuelle Wohlfühloasen verwandeln.
1 Dänische Brise
Nach dem Umbau präsentiert sich das erste Bad in einem reduzierten und dabei ausgesprochen fröhlichen Retro-Style in hellgelb und hellblau. Das dezente italienische Feinsteinzeug bildet auf dem Boden und an der Duschwand die Bühne für kleinformatige hellblaue Fliesen, die hinter dem Waschtisch und der Toilette eine ebenso cleane wie warme Wirkung entfalten. Die abgerundeten Formteile, mit denen die Rückwand abschließt, werden thematisch durch die freistehende Glasduschwand wieder aufgenommen, deren obere Kante ebenfalls eine großzügige Rundung beschreibt. Besonders gern entschied sich die dänische Besitzerin für den schlichten, aber hochwertigen Waschtisch und den Spiegel von Vipp sowie die edlen Armaturen von Vola in weiß: Alle diese Designs entstanden in Dänemark und wirken bei jeder Nutzung wie ein kleiner Gruß aus der Heimat.
2 Maximal minimal
Die Bauherrin wünschte sich in diesem Fall Badewanne und Dusche für den kleinen Raum. Die Herausforderung bestand darin, beides in komfortablen Abmessungen zu gestalten, ohne ein Gefühl der Enge zu erzeugen. Eine maximale Raumausnutzung wird mit einem minimalistischen Raumkonzept kombiniert. Zartgrüne feinstrukturierte Fliesen und massives Eichenholz wirken zusammen mit der gespachtelten Wandoberfläche reduziert und klar gegliedert. Die mattweißen Armaturen und Badobjekte sowie der geometrische Heizkörper fügen sich sauber und aufgeräumt in das Gesamtbild ein.
3 ART DECOnstruiert
Der dritte Entwurf basiert auf charakteristischen Materialien des Art Déco: spiegelnde Oberflächen, Messing und Naturstein kombiniert mit dem gleichen schlichten Feinsteinzeug wie im ersten Bad. Der klassische dekorative Stil wird zitiert und die Formsprache dekonstruiert. Beim Betreten des Raumes wird man von einer großzügigen runden Spiegelfläche mit linearen Pendelleuchten empfangen. Die Kontraste setzen sich im Raum fort – hell und dunkel, rund und eckig, cozy und clean. Der Raum wirkt offen und gut gegliedert, ohne dass die Eleganz der Form verloren geht.
Diese Lösung basiert auf der gleichen Struktur wie das erste Bad, vermittelt aber durch die Wahl der Materialien ein ganz anderes Raumgefühl.













